Warum Achtsamkeitspraxis?

Ein Interview

mit Kristin Herber. Sie antwortet auf Fragen zu ihrem eigenen Weg.

Wann haben Sie begonnen Achtsamkeitspraxis zu praktizieren?

Vor ca. 15 Jahren als sich bei mir erste Anzeichen von Burnout einstellten. Typisch für diese Zeit war, dass ich krank wurde, sobald der Urlaub begann.

Wie kam es bei Ihnen zu Überforderung und Erschöpfung?

Am Anfang stand Begeisterung und Idealismus für die Arbeit im eigenen Unternehmen und die Herausforderung, das Leben mit Mann und 2 Kindern zu genießen. Es war für mich selbstverständlich, meine Energie vollständig einzusetzen, um die selbst gesetzten Tagesziele zu erreichen. Dabei überschritt ich immer wieder -ganz selbstverständlich- meine körperlichen und geistigen Grenzen.

Die Reaktionskette von wirtschaftlichem Erfolg, steigenden persönlichen Ansprüchen und daraus resultierend wachsenden Sorgen um die Bedürfnisse der eigenen Familie und die Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und derWarum Achtsamkeiten Familien schien unaufhaltsam.

Wie wirkte sich das in Bezug Ihre Einstellung zur Arbeit aus?

Ich spürte die Notwendigkeit jeden Monat für das Unternehmen Alles geben zu müssen und in der verbleibenden „Freizeit“ den Anforderungen meiner Familie gerecht zu werden.

Mein Bedürfnis „mal in mich zu gehen, mich zurückzuziehen, etwas für mein eigenes Wohlbefinden zu tun..“ blieb auf der Strecke und ging dann in Ersatzbefriedigungen wie Schokolade essen, vorm Fernseher „meditieren“ etc. Beginnende Erschöpfungsphasen, erste Gesundheitsstörungen stellten sich ein. Zunehmend fühlte ich mich leer und lustlos.

Welche Gegenmaßnahmen haben Sie ergriffen?

Zunächst versuchte ich es mit dem gewohnten Fitnessprogramm Joggen, Jazzdance, Aerobic ……Dann kam der Punkt, wo ich mich auch dazu zu kaputt fühlte.
Und dann?

Also suchte ich nach einer Entspannungsmethode mit sportlichen Elementen. Dabei stieß ich durch den berühmten „Zufall“ auf Yoga. Schon als ich aus meiner 1. Yogastunde kam, war ein Gefühl von Leichtigkeit, Weite und Frieden da. Wie von selbst und völlig unerwartet hatte sich für den Moment eine sehr angenehme „klare Bewusstheit“ eingestellt.

War das die Lösung ihrer Probleme?

Nein noch nicht….

Zunächst setzte ich die Methoden des Yoga nur in der wöchentlichen Yogastunde um. Danach schloss ich den „Raum“ und trat zurück in den gewohnten Alltagsstress mit seinen täglichen Sorgen, Enttäuschungen und Konflikten. Und es gab natürlich immer wieder Phasen, wo scheinbar „keine Zeit“ zum Praktizieren war. Erst nach einigen Jahren begriff ich, dass ein regelmäßiges Üben eine wunderbare „Achtsamkeit“ und „Bewusstseinsklarheit“ in jeden Augenblick des Lebens bringt. Der Zugang zu Schaffenskraft, Intuition, Kontakt zur eigenen Vision und Ideen wurden wieder frei. Heute kann ich auch in schwierigen Alltagssituationen ein Empfinden von Glück stabilisieren.

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